#R.I.P – Jörg – Dadstaff von @JazzmanCat, Amy und Lance

Gestern Abend  habe ich  erfahren, dass Jörg gestorben ist. Wie ich das erfahren habe, möchte ich hier nicht erwähnen. Aber es hat mich ziemlich getroffen. Mehr, als ich dachte. Den ganzen Abend ist er mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen, ich habe schlecht geschlafen und heute auf der Arbeit war ich auch ziemlich unkonzentriert. Also lasse ich jetzt mein Herz sprechen und nehme Abschied.

Kennengelernt habe ich Jörg über die Twitterkatzengruppe – erst nur online via Twitter und dann auch persönlich im Juni 2011 beim ersten TKDT (TwitterKatzenDosiTreffen) in Bochum. Bei diesem Treffen hat er so nebenbei erwähnt, dass er ein Alkoholproblem habe – und ich wunderte mich, dass er dann trotzdem Alkohol trank, und das nicht zu knapp. Wie schwer alkoholkrank er wirklich war, hat sich mir dann in den nächsten Wochen eröffnet. Ich habe mich  sehr engagiert und in stundenlangen Gesprächen via Skype oder Telefon ihn immer wieder aufgefordert, eine Entziehungskur zu machen. Und ich weiß, ich war nicht die Einzige aus der Twitterkatzenrunde, die sich engagiert hat. Ich nenne keine Namen, aber ihr wisst, dass ihr gemeint seid, wenn ihr das lest.

Ich hatte ihm versprochen, dass ich seine drei Katzen während der Zeit seiner Entziehungskur zu uns holen würde und sie versorgen würde. (Zu diesem Zeitpunkt waren Fixi und Pupsylotta ja noch nicht bei uns.) Es sollte eine Hilfestellung für ihn sein, sich schnell zu entscheiden und die Kur anzugehen. Er fand allerdings immer wieder eine Ausrede, warum es nicht klappte. Und zum Ende des Jahres 2011 habe ich ihm dann abgesagt, da ja Fixi und Pupsylotta im Dezember 2011 bei uns einzogen.

Es dauerte dann noch 3 Monate (und etliche Entgiftungen im KH) bis er sich endlich aufraffte und mit Hilfe der Betreuerin des sozialpsychiatrischen Dienstes einen Platz in der Klinik in Bad Neuenahr bekam. Seine Katzen brachte er in einer Katzenpension unter und er war dann, wenn ich mich richtig erinnere, 4 oder 5 Wochen in Bad Neuenahr. Ich habe ihn dort sogar besucht und war sehr  froh zu sehen, dass es ihm deutlich besser ging und er auf einem guten Weg war.

Als er wieder zurück war, ging es auch viele Wochen ganz gut weiter mit ihm – aber dann kam der Rückfall. Und so hat er die letzten 2 Jahre verbracht. Er kam immer wieder ins KH zur Entgiftung, hat aber nie mehr eine weitere Kur in Angriff genommen. Und wollte sich auch nicht wirklich helfen lassen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Ich habe noch viele Gespräche mit ihm geführt, musste mich dann aber zurückziehen, weil mich das Ganze emotional überforderte. Ich konnte nicht helfen. Ich konnte nur noch zusehen – bzw. seine Tweets lesen und versuchen zu akzeptieren, dass er eh macht was er will. Trotz allem habe ich immer wieder mit ihm gesprochen, wenn er mich per DM darum gebeten hat. Das vorletzte Mal vor 4 Monaten per Skype. Er war da schon total am Ende und sprach von Suizid. Ich habe mit Engelszungen auf ihn eingeredet und versucht ihn davon zu überzeugen nochmals eine Entziehungskur zu machen. Sich Hilfe im KH und beim sozialpsychiatrischen Dienst zu holen. Ich habe ihn gebeten, seine Katzen ins Tierheim zu geben oder sie jemandem zur Betreuung zu geben und sich dann endlich um sich selbst zu kümmern. Und Jörg liebte seine 3 Katzen über alles! Als ich ihn fragte, ob er seine Schätze überhaupt noch versorgen kann, verneinte er dies. Ich bat ihn nochmals inständig, jemanden zu finden, der sich um seine Katzen kümmert. Er hat dann wohl auch 2 Leute gefunden. Amy und Jazzman sind bei @TheShadowyCat  in Dortmund und Lance ist bei einer anderen Person in Bochum (habe ich gelesen im Tweet vor 35 Tagen). Der letzte Kontakt war dann vor einem Monat per DM. Hin und wieder schaute ich in seine TwitterTimeline – um mich selbst zu beruhigen und zu sehen ob er noch lebt. Vor sechs Tagen verschickte er seinen letzten Tweet (der Tweet von gestern Nacht #Purrs4Peace ist wohl ein automatischer Tweet, der im regelmäßigen Abstand erscheint).

Und gestern Abend erfuhr ich dann, dass er gestorben ist. Es muss innerhalb der letzten 5 Tage gewesen sein.

Hätte ich mehr machen müssen? Hätte ich weiter versuchen sollen ihn zu überzeugen, dass er sich behandeln lassen soll? Diese Frage stellte ich mir, gestern Nacht, heute Morgen, den ganzen Tag über. NEIN! Ich konnte nicht mehr für ihn tun.

Und so nehme ich Abschied von dir Jörg. Es tut mir sehr leid, dass es so für dich endete. Ich zünde eine Kerze für dich an und wünsche dir, dass deine Seele befreit ist auf dem Weg über die Regenbogenbrücke zu den Sternen.

ABER DAS INNERE LICHT EINES MENSCHEN LEUCHTET EWIG (Tanja Sassor)

4 Gedanken zu „#R.I.P – Jörg – Dadstaff von @JazzmanCat, Amy und Lance“

  1. Fanx so much fur diz luvly tribute n all what yoof done fur Jörg, yoo really couldz notz haf done more n me just knowz, dat Jörg haz known diz too!

    REST IN PEACE, dearest (¯`’•¸ღ JÖRGღ¸•‘´¯)!! May yoo find nofin but PEACE n LUV in Heaven! Will miss yoo muchliez, dear!! Until we meet again… ღ¸.•°`*´°•.¸ღ¸.•°`*´°•.¸ღ

    YYYYOOOOOOOOOOOOOOOOOWWWWWWWWLLLLLLL

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