R.I.P. lieber Schwiegervater

Am 2. September 2011 hatte ich den Artikel geschrieben “Tumor – und ein anderes Wort dafür macht es auch nicht besser”. Das war der Tag, an dem wir die Diagnose ‘Hirntumor: Glioblastom Grad IV’ bei meinem Schwiegervater bestätigt bekamen. Er wurde noch im September operiert. Allerdings konnten nur ca. 80% des Tumors entfernt werden. Der Rest war inoperabel. Die Prognose der Ärzte lautete: Überlebensrate eventuell 6 Monate, vielleicht auch 9 Monate oder 1 Jahr.

Nach der Operation wurde der Rest des Tumors strahlenbehandelt. Im Januar bekam er die erste Sequenz Chemotherapie. Danach wurde die Chemotherapie jedoch nicht mehr aufgenommen, da die Blutwerte sehr schlecht waren und sich auch nicht mehr erholten. Und nicht nur die Blutwerte, auch sein sonstiger Zustand verschlechterte sich. Konnte man anfangs noch einfache Unterhaltungen führen, war dies schon bald nicht mehr möglich. Das Sprach- und Verständniszentrum war stark geschädigt, und peu à peu stellte sein Körper immer mehr Funktionen ein.

Er hatte wohl noch ein Ziel: er wollte seinen 80. Geburtstag erleben. Das war am 21. April 2012. An diesem Tag hatte er sich nochmal aufgerappelt, und hatte auch einige Sätze sprechen können. Wir hatten das Gefühl, dass er Abschied nahm, von den Personen, die ihm nahe standen. Danach ging es rapide abwärts. Es folgten noch drei Krankenhausaufenthalte. Am 1. Juni kam er ins Pflegeheim, da die Pflege zu Hause nicht mehr möglich war.  Am Mittwoch, den 11. Juli gegen 18:00 Uhr erhielt mein Mann dann den Anruf aus dem Pflegeheim, dass sein Vater gestorben sei. Wir sind noch am selben Abend ins Pflegeheim gefahren um meinen Schwiegervater nochmal zu sehen und uns von ihm zu verabschieden. Am Montag findet die Trauerfeier statt und zu einem späteren Zeitpunkt dann die Urnenbeisetzung.

Ein Leben ist zu Ende gegangen. Eine Seele hat die Reise über die Regenbogenbrücke zu den Sternen angetreten.

R.I.P.  lieber Schwiegervater!

5 Gedanken zu „R.I.P. lieber Schwiegervater“

  1. Ein vergleichsweise noch langes Sterben aber mit schönen Momenten offensichtlich. Es tut mir leid für Euch, für Deinen Mann! Und ich wünsche Euch viel Kraft für die kommenden Tage, Wochen und Monate.

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