Der Hula und ich (9)

Mir ist danach, doch schon während meines Aufenthaltes beim Hulakurs meine Gedanken loszuwerden.

Seit Sonntag bin ich wieder in Mindersdorf bei meiner Kuma Hula Gabriele Kalehua Streuer. Ich genieße Privatunterricht und bin täglich vormittags 3 Stunden in Gabrieles wunderschönem Studio und lerne neue Hulatänze. Der heutige fünfte Tag ist eindeutig der Schwerste … obwohl ich das schon vom zweiten Tag dachte. Aber stopp! Immer der Reihenfolge nach.

Am Sonntagnachmittag haben wir mit *These Islands* angefangen. Und in den drei Stunden habe ich die komplette Choreografie gelernt. Es ist ein wundervoller, einfühlsamer Auana, ein Liebeslied an Hawai’i.

Am Montag ging es dann zur Sache: der Kahiko *Kalakaua He Inoa* stand auf dem Programm. Die gute Nachricht war: die Fußarbeit ist während des ganzen Liedes identisch. Und eine schlechte Nachricht gibt es nicht … sondern nur eine Herausforderung 🙂

Insgesamt hat das Lied 6 Strophen, jede Strophe wird 2x getanzt. Erst musste ich mal den neuen Grundschritt ins Gedächtnis bekommen; und nicht nur dorthin. Der Grundschritt muss automatisch laufen ohne darüber nachzudenken. Das hat gedauert …. mehr sag ich nicht dazu. Und die Armarbeit war dann die nächste große Herausforderung. Am Ende des Vormittags hatte ich den Grundschritt so einigermaßen drauf und die Armbewegungen haben wir durchgesprochen und auch ein paar Mal getanzt.  Nach zweistündiger Mittagspause habe ich dann in meiner Ferienwohnung alleine weiter geübt. Ich sag nur eins: der Grundschritt hat abends gesessen, von den Armbewegungen rede ich lieber nicht.

Tag 3 begann mit der Wiederholung von *These Islands* (was ich wirklich schon gut kann) und anschließend hat Gabriele mir nochmal die Armbewegungen zu den 6 Strophen des Kahiko gezeigt. Dann lernte ich einen ebenfalls wundervollen Auana, ein Liebeslied geschrieben und gesungen von Keali’i Reichel: *E ho’i i ka pili*
Bis zum Ende des Vormittags hatte ich zumindest die Bilder im Kopf und einzelne Passagen klappten schon sehr gut. Nachmittags habe ich natürlich alleine weiter trainiert. Und ich hab mich richtig “reingebissen”. Mit den beiden Auanas hatte ich keine Probleme.
Allein, der Kahiko verlangte meinen vollen Einsatz. Ich habe zuerst alles “trocken” geübt – habe die Melodie mitgesummt und die Kaheas (erste Worte einer jeden Strophe) angesagt – genau wie die Tänzerinnen bei dem Lied. Das macht es für mich einfacher (die Erfahrung habe ich schon beim Erlernen von *Lili’u E* gemacht). Und irgendwann hat es *Klick* gemacht und es hat funktioniert. Ich gebs zu, noch nicht fehlerfrei, aber der Ablauf ist jetzt im Kopf und Arme und Beine machen was sie sollen 🙂

Tag 4 begann wie jeden Morgen mit den Wiederholungen der bereits gelernten Tänze und ich konnte Gabriele damit überraschen, wie weit ich schon mit dem Kahiko gekommen bin. Ihr Lob ist mir auch runtergegangen wie Öl 🙂 Heute stand nun der *Green Rose Hula* auf dem Programm. Auch dies ist ein Liebeslied und ein wundervoller Auana .. aber im Gegensatz zu den anderen beiden ist dieser wirklich sehr schnell; sehr sehr schnell. Hier haperte es insbesondere bei der dritten Strophe. Die Helas und die Armbewegungen dazu … nee, nee, nee. Aber ich habe mittlerweile gelernt, mir keinen Stress mehr zu machen. Erst wird am Nachmittag alles ganz langsam und ohne Musik geübt. Wenn die Abläufe dann sitzen, kommt die Musik dazu.

Tag 5 (heute) begann wieder mit den Wiederholungen der erlernten Hulas. Und dann kam die eigentliche Herausforderung: nämlich der letzte Tanz *Pua Lililehua*. Es ist wieder ein Liebeslied und ein wirklich gaaaaanz langsamer Auana. Und der hat es in sich. Bis zur dritten Strophe sind wir gekommen. Und meine Trainerin ist sehr zufrieden und wir liegen gut in der Zeit.
Heute Nachmittag musste ich mich erst mal hinlegen. Ich war k.o., aber so was von…
Nach gut 90 Minuten Schlaf habe ich schließlich nochmal 3,5 Stunden trainiert und bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Nun habe ich noch einen Trainingstag vor mir um die letzten beiden Strophen von *Pua Lililehua* zu lernen und dann alles nochmal durchzutanzen.

Und am Samstag, werde ich dann wieder die Prüfung absolvieren. Und darauf freue ich mich sehr! Und ich hoffe natürlich wieder auf mentale Unterstützung durch die Twitterkatzen und ihre Menschen. Und wer mir sonst noch die Daumen drücken möchte, ist mir herzlich willkommen 🙂 🙂 🙂

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